"Nomandentum"
Die Walser und insbesondere die Walliser waren währende dem ganzen Jahr unterwegs: vom Dorf stiegen sie im Frühjahr hinauf ins Maiensäss und anschliessend weiter in die Alpe, um dort ihr Vieh zu pflegen, aber gleichzeitig fiel auch Arbeit im Dorfe (Heuen, Wässern) oder im Tale (Rebau) an, so dass sie praktisch dauernd am Hang (von 600 M.ü.M. bis 2600 M.ü.M unterwegs waren. Im Gegensatz zu den langläufigen Nomaden bewegten sich die Walser immer am gleichen Ort, aber in der Vertikalen. Darum kann im Folgenden mit Fug und Recht unter der Rubrik "Wohnen" auch von Orte gesprochen werden.
Am Berg (und das waren die meisten Walserorte) kam zur Selbstversorgerwirtschaft der Umstand hinzu, dass sämtliche Güter auf den Rücken der Menschen transportiert wurden (für schwierigere Transporte und für den Handel mit dem Nachbarn gab es Maultiere), so dass man von einer regelrechten "Tragwirtschaft" sprechen kann. Man versuchte daher Transporte tunlichst zu vermeiden, deshalb liess man z.B. das Vieh zum Heu wandern. Man zog also mit dem Vieh, wenn die Vorräte in einer Scheune zu Ende gingen, zur nächsten (Vgl. "Stellä" und "Robä" /Graubünden oder "Firchefaaru" /Oberwallis).
Gründe für dieses "Nomadentum" vgl. Lebensweise und Realteilung.
Volmar Schmid 30. 1. 2008













