Volmar Schmid

Das Walliserdeutsche gehört zum Schweizerdeutschen und unterscheidet sich manchmal recht stark von der hochdeutschen Standardsprache. Darum ist es nicht so einfach ein alphabetisches Wörterbuch zu erstellen. So z. B. wird im Schweizerdeutschen der Buchstabe "k" zu "ch" also: "Kind" zu "Chind", "Kirche" zu "Chilcha". Deshalb werden die Buchstaben

"ch" und "k" zusammengenommen.

Ein weiteres phonetisches Problem ist die Unterscheidung von weichen

"d" und hartem "t",

hier wird die Dialektschreibweise dem Hochdeutschen angepasst: z.B. schreiben wir "Dach“"obwohl der "d" laut im Wallis eigentlich hart ausgesprochen wird. Das gleich Problem ergibt sich bei

"b" und "p"

Im Wörterbuch nehmen wir diese Laute entgegen der Reihenfolge im Alphabet zusammen.

Eine spezielle Aufmerksamkeit gilt dem Laut

"f", dieser wird im Walliserdeutschen oft zu "pf".

z.B. bei Wörtern wie "Pfeischter" (Fenster). Hier wird nicht extra unterschieden und hier muss der Suchende einfach den Buchstaben "P"  in seine Suche mit einbeziehen.

Das folgende Wörterbuch ist ein Kompromiss zwischen einer alphabetischen Gliederung und einer phonetischen Struktur,

wie sie es z.B. das Schweizerische Idiotikon (Dialektwörterbuch der deutschen Schweiz) hat.  

Volmar Schmid , 8. Februar 2008

Dieses Wörterbuch stützt sich in der Hauptsache auf die folgenden Sammlungen walliserdeutscher Wörter

Handschrift:

Vogel Albin; (1891 - 1966) von Unterbäch, Pfarrer und Lehrer am Kollegium Brig; Sammlung walliserdeutsche Wörter mit Erklärungen, bestehend aus 17 Heften (A5). Die Sammlung bildet den Korpus für Grichting: Wallisertitschi Weerter; sie sollte heute im Besitz von Andreas Weissen sein.

Schmid Volmar: Das Sprichwort im Walliserdeutschen. Lizentiatsarbeit, Freiburg i. Ü., 1978.

Gedruckte Quellen:

Grichting, Alois: Wallisertitschi Weerter.Walliser Wörterbuch Bd. I, Rotten Verlag, Visp 1998.

In Albon Robert: Kleines Walliserdeutsches Wörterbuch. In: Wir-Walser, 1976 - 1985.

Imseng,Werner: Saaser Titsch. 1000 Wörter Saasermundart/Schriftdeutsch. Rotten-Verlag Brig, 1976.

Julen, Georg:Wörterbuch der Zermatter Mundart.Hotälli-Verlag, Baumann Menziken, 1985.

Schmid Volmar: Kleines Walliser Wörterbuch. Gebäude. Verlag Wir-Walser, Brig, 2003

 

Das Wörterbuch erklärt in Kurzform die Walliserdeutschen Wörter, wenn sie zusätzliche Erläuterungen möchten, klicken sie auf den vorhandenen Link. Um eine einfache Lesbarkeit zu erreichen, habe ich auf die verschiedenen Erscheinungsformen im Walliserdeutschen verzichtet, das walliserdeutsche Wort erscheint jeweils in der Mundart von Ausserberg.

Der betonte Vokal wird durch Kursivsetzung hervorgehoben: Zadella = Eimer, Bottich.

Der Verweis [D. 488; Id. 1/458; VS 22; Gr 16] zielt auf das Schweizerische Idiotikon (Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der Schweizerdeutschen Sprache, Bd. I-XVI, herausgegeben von: Staub, Tobler, Bachmann, Gröger, Warmer, Dalcher, Frauenfeld 1881-.) B (Bertelsmann. Die neue deutsch Rechtschreibung. Lexikographisches Institut, München, 1996); D (Duden. Die deutsche Rechtschreibung. 25. Auflage, Mannheim, Wien, Zürich, 2009. (Duden); VS (Volmar Schmid: Kleines Walliser Wörterbuch. Gebäude. Wir Walser, Brig, 2003); IA (In Albon: Kleines walliserdeutsches Wörterbuch) und Gr. (Grichting Alois: Wallisertitschi Weerter. Rotten Verlag, Visp, 1998)

Informationen zu den Eigenheiten des Walliserdeutschen gibt es hier.

Zur Schreibweise des Walliserdeutschen beachten sie bitte die folgenden Regeln.

Das Wörterbuch wird laufend ergänzt und verlinkt.

Informationen zu den Eigenheiten des Walliserdeutschen gibt es hier.

Zur Schreibweise des Walliserdeutschen beachten sie bitte die folgenden Regeln.

Das Wörterbuch wird laufend ergänzt und verlinkt.

Redaktion: Volmar Schmid,  Furkastrasse 26, CH-3900 Brig

Volmar Schmid, 9. 11. 2010